Schafgarbe-Achillea millefolium
Die Gemeine Schafgarbe ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler. Sie ist mehrjährig und in ganz Eurasien
weit verbreitet.
Volkstümliche Namen für die Gemeine Schafgarbe sind zum Beispiel: Augenbraue der Venus (Supercilium Veneris), Bauchwehkraut,
Blutkraut, Blutstillkraut, Frauenkraut, Frauendank, Gotteshand, Grillengras, Katzenkraut, Margaretenkraut, Katzenschwanz, Lämmerzunge, Schafrippen, Schafzunge, Tausendblatt und
Teekraut.
Pflanzenbeschreibung:
Die ausdauernde, krautige Schafgarbe wird etwa 70cm hoch. Die Stängel und Blätter sind zerstreut behaart, der Blütenstand rispig verzweigt und bilden einen flachen
Blütenteller. Der lanzettenförmige Blattumriss ist etwa zwei- bis dreifach gefiedert und bis nahe an den Mittelnerv eingeschnitten. Die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von ca 5mm, ihre
weiß-rosa Zungenblüten erscheinen wie Kronblätter, mehrere bräunlichweiße Röhrenblüten in der Mitte der Blütenköpfchen. Die Samen sind eiförmig-länglich und ohne Haarkranz.
Standorte:
Die Gemeine Schafgarbe wächst hauptsächlich auf Wiesen, (Schaf-)Weiden, Halbtrockenrasen, Acker- und Wegränder bevorzugt. Sie gehört zu den Wurzelkriechern und Pionierpflanzen, sie gilt als Bodenfestiger und Nähstoffzeiger für stickstoffhaltige Böden. Ihre Hauptblütezeit ist von Juni bis
Oktober.
Heilwirkung:
-blutreinigend
-blutstillend
-krampflösend
-gefässtonisierend
-Afterjucken
-Akne
-Angina Pectoris (unterstützend)
-Appetitlosigkeit
-Aufgesprungene Hände
-Augenringe
-Blähungen
-Bluthochdruck
-Blutungen
-Diabetes
-Durchblutungsstörungen
-Durchfall
-Ekzeme
-Erkältungen
-Erysipel
-Gesichtsrose
-Gicht
-Gürtelrose
-Gallenkoliken
-Gastritis
-Geschwüre
-Hämorrhoiden
-Herzschwäche
-Kopfschmerzen
-Krampfadern
-Kreislaufschwäche
-Menstruationsbeschwerden
-Neuralgien
-Nierenschwäche
-Östrogen-Dominanz
-Pfortaderstauungen
-Rheuma
-Schaufenster-Krankheit
-Schnupfen
-Schuppenflechte
-Sonnenbrand
-Verdauungsschwäche
-Verstopfung
-Wechseljahrsbeschwerden
-Weissfluss
-Wunde Brustwarzen beim Stillen
-Wundheilung
In China wird die Schafgarbe schon seit 4000 Jahren als Heilpflanze verwendet. In der Volksheilkunde gehörte sie früher zu den Liebespflanzen und wurde auch rituell verwendet. Aufgrund ähnlicher Inhaltsstoffe wie die Kamille hat sie die gleiche medizinische Anwendung, ist allerdings schwächer wirksam. Sie wirkt entzündungshemmend bei Magen- und Darmproblemen, beruhigend, blutreinugend und allgemein kräftigend. Ferner wird die Schafgarbe bei Nierenerkrankungen, Durchblutungstörungen des Herzens und bei Nerven-, Kopf- und Zahnschmerzen eingesetzt. Die enthaltenen Bitterstoffe fördern die Gallsekretion und lindern chronische Lebererkrankungen. Äußerlich anwendbar zur Blutstillung, bei Gelenkentzündungen und unreiner Haut. Auch heute noch wird das Kraut, als Tee oder alkoholische Tinktur arzneilich verwendet. Volksmedizinisch bei Hämhorrhoiden und Mentruastionsbeschwerden. In der Homöopathie bei Blutungen.
Bei empfindlichen Menschen können die enthaltenen Sesquiterpenlactone, insbesondere bei wiederholtem Kontakt mit der Haut, allergische Ausschläge
auslösen.
Verwendete Pflanzenteile:
Man verwendet das ganze blühende Kraut und die Blüten der Schafgarbe, die den ganzen Sommer über geerntet werden kann.
Verwendung in der Ernährung:
Der Grundgeschmack der aromatisch duftenden Schafgarbe ist herb-schärflich bis muskatnussartig. Als würzige Beilage zu den üblichen Gemüsegerichten oder Salten nutzt
mandie zarten, frischen Grundblätter der Schafgarbe von März bis April, die Blütenknospen von Mai bis Juni sowie die weichen Blätter unterhalb des Blütenstandes noch bis in den September hinein.
Weiterhin kann man sie als frisches Gewürz bei der Herstellung von diversen Hackkrätermischungen bzw. getrocknet auch in Kräutersalzen und dergleichen verwenden. Fein gehackt sind sie zudem eine
gute Beigabe in frischen Nudelteigen, Bratlingen, Rührei oder Omelett sowie in Brotteig. Außerdem ergeben sie leckere Gemüsechips. Sie aromatisieren Kräuteröl, Kräteressig und Saft- und
Vitalgetränke oder werden als Tee aufgebrüht. Die würzigen Blüten von Juni bis Oktober kann man dem Zucker zum Aromatisieren beimischen oder man kocht sie aus und geliert den Saft gezuckert als
süßen Aufstrich ein. Weiterhin lassen sie sich als Geschmacksgeber verschiedener Getränke wie Tees, Wildpflanzenlimonade, Bowle oder Spirituosen verwenden sowie als essbare Dekoration und als
Würze v. a. zu Eingelegtem. Junge und ältere Blätter kann man auch zum Aufbewahren trocknen. Sie lassen sich auch das ganze Jahr über als Gewürz für Spirituosen, Tees und auch Rauchtabakmischung
einsetzen.
Achtung!
Bei den schweren Erkrankungen, bei beispielsweise Angina Pectoris oder Blutungen darf man die Schafgarbe natürlich nur unterstützend einsetzen. Die sonstige Behandlung bleibt dem Arzt überlassen.
Menschen mit empfindlicher Haut oder Allergieneigung können von der Schafgarbe eine Wiesendermatitis bekommen. In diesem Fall sollte man den Hautkontakt mit der Schafgarbe meiden
Quelle:
http://de.wikipedia.org
http://www.heilkraeuter.de
Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen --> siehe Literaturhinweise
