Sauerampfer-Rumex acetosa
Der Wiesen-Sauerampfer, der auch Großer Sauerampfer, Sauerlump oder einfach nur Sauerampfer genannt wird, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Knöterichgewächse.
Er ist ein beliebtes Wildkraut das gerne sowohl als Speise- als auch Heilpflanze verwendet wird.
Pflanzenbeschreibung:
Der Sauerampfer wird bis zu 1m hoch und sein meist durchgängig grader Stängel ist teilweise rötlich überlaufen und schwach geriffelt. Die Blattecken der wechselständig angeordneten spießförmigen Blätter sind beidseitig nach unten gerichtet. Die Blätter sind dicklich, lang gestielt und von einer leuchtend grasgrünen Färbung, der Blattrand ist glatt, ohne Zähne oder stärkere Einbuchtungen. Die kleinen rötlichen Blüten sind in lockeren Blütenständen angeordnet, die Frucht dreikantig und von trockenen Blättern umhüllt. Er hat bis zu 1,5m tiefe Speicherwurzeln die ihn fest im Boden verankern.
Standort:
Man findet dan Sauerampfer meist auf feuchten Mischwiesen mit lehmigen, nährstoff- und stickstoffreichen Böden.
Heilwirkung:
-adstringierend
-blutbildend
-blutreinigend
-harntreibend
-Fieber
-Leberschwäche
-Magenbeschwerden
-Verdauungsschwäche
-Verstopfung
-Durchfall
-Würmer
-Skorbut
-Blutarmut
-Frauenbeschwerden
-Wunden
-Hautausschläge
-Pickel
-Furunkel
-Geschwüre
-Schwellungen
In der Volksmedizin werden die (essbaren) Ampferarten zur Blutreinigung und als harntreibendes Mittel vor allem im Frühjahr eingesetzt. Die frische und getrocknete
Pflanze soll die Immunabwehr stärken. Außerdem werden ihr verdauungs- und gallensekretionsfördernde Wirkungen insbesondere bei schwer verdaulichen Speisen nachgesagt. Äußerlich helfen
Breiumschläge bei einer Vielzahl von Hautleiden und Erkrankungen der Mundschleimhaut. Für Heilanwendungen werden vielfach auch die Wurzeln verwendet. Ein Absud aus den Wurzeln wurde innerlich zur
Behandlung von Bluterkrankungen, Gelbsucht, Steinleiden, Hauterkrankungen und bei inneren Blutungen verwendet. Die Wurzel wurde je nach Gehalt an Gerbstoffen bzw. an Anthrachinonen, sowohl zur
Behandlung von Durchfall als auch zum Abführen verwendet. Die Homöopathie setzt den Sauerampfer bei juckenden Hautkrankheiten, Krämpfen und Halsschmerzen ein.
Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Wurzeln
Die Sammelzeit für Sauerampfer ist vonApril bis Mai.
Inhaltstoffe:
Ampfer enthält im Kraut Eiweiß (2%), Flavonoide, reichlich Vitamin C, Carotin, Eisen, Gerbstoffe und Hyperosid.
Von Art zu Art sehr unterschiedlich und im Jahresverlauf schwankend sind die Gehalte an freier Oxalsäure. In den Wurzeln sind Anthrachinone und Gerbstoffe
enthalten.
Daher sind die Wurzeln gut zum Färben geeignet.
Verwendung in der Ernährung:
Man kann den Sauerampfer ähnlich wie Spinat zubereiten, bzw. ihn mit diesem mischen, damit ein etwas würzigerer Geschmack entsteht. Auch als Salat oder in cremiger Ampfersuppe wird er verwendet. Besonders bekannt und beliebt ist die Ampfersuppe in Belgien und Frankreich, aber auch in Osteuropa (insb. Polen und Litauen) ist die Suppe sehr beliebt. Sie schmeckt heiß und auch eisgekühlt. Junge Blätter können an Salate geschnitten werden oder auch an Saucen und Omelettes gegeben werden. Sauerampfer ist eines der sieben Kräuter, die traditionell in der Frankfurter Grünen Soße Verwendung finden.
Achtung:
Wegen der enthaltenen Oxalsäure sollte man die Pflanze nicht in zu großen Mengen konsumieren, da sie dem KörperCalcium entzieht.
Dies gilt insbesondere für Kinder und Nierenkranke.
Schwangere sollten auf die Verwendung der Ampfer-Arten verzichten.
Durch Zugabe von Milch oder Sahne kann ein Teil der Oxalsäure durch das in der Milch enthaltene Calcium gebunden werden und ist dann unschädlich.
Quelle:
http://de.wikipedia.org
http://www.heilkraeuter.de
Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen ---> siehe Literaturhinweise
