Rainkohl-Lapsana communis


Der Gemeine Rainkohl der auch Gewöhnlicher Rainkohl oder einfach Rainkohl genannt wird, ist die bis heute einzig bekannte Pflanzenart der monotypischen Gattung Lapsana innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Rainkohl ist eine in Eurasien beheimatete, alte Nahrungs- und Heilpflanze.

Der Rainkohl ist eine Wildpflanze, die besonders gerne in der Nähe der Menschen wächst, und obwohl sie über einen Meter hoch werden kann, wird sie meistens übersehen. Seine kleinen, gelben Blüten erheben sich in die Luft als würden sie schweben.

 

Pflanzenbeschreibung:

Der Rainkohl erreicht eine Höhe von ca 1.3m. In der oberen Hälfte reich verzweigt enthalten die meist spärlich behaarten Blätter und Stängel Milchsaft. Die tiefer sitzenden, mehrteiligen Blätter bestehen aus kleinen paarigen Blattlappen und einem großen Endabschnitt, die oberen Blätter sind eiförmig oder länglich und am Blattrand gezähnt. Die Blütenköpfchen sind klein gelb und sehr zahlreich, die Früchte gerippt und etwa 4mm lang.

Die Hauptblütezeit ist von Juni bis August.

 

Standorte:

Der Rainkohl wächst in stickstoffreicher Erde im Halbschatten in Schleier- und Krautgesellschaften und in Gebüschen an Wegrändern in Stadtnähe.
Nach den "Zeigerwerten nach Ellenberg" handelt es sich um eine Halbschattenpflanze, einen Frischezeiger, die stickstoffreiche Standorte bevorzugt, und eine Verbandscharakterart der Lauchkrautsäume (Alliarion) ist.

 

 

Heilwirkung:

-Drüsenschwellung

-Verstopfung

-Schnittwunden

-Hautentzündungen

 

Ein Breiumschlag hilft bei Entzündungen. Die Pflanze beruhigt Haut und Schleimhäute. Der Milchsaft beschleunigt die Wundheilung. Aus den in Öl eingelegten Blüten kann ein wundheilendes Mittel hergestellt werden. Der Flüssigextrakt aus dem Kraut der Pflanze trägt zur Blutzuckersenkung bei. Als Tee hilft der Rainkohl gegen Lymphknotenschwellungen und Verstopfung.

 

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter und Blüten können verwendet werden. Die Erntezeit ist den ganzen Sommer über.

 

Inhaltsstoffe:

Die Pflanze enthält Mineralstoffe, Schleim- und Bitterstoffe sowie Inulin (Insbesondere in der Wurzel).

 

Verwendung in der Ernährung:

Der herbe Grundgeschmack der Pflanze erinnert an Chicorée und Kohl. Die jungen, weichen Triebspitzen und Sprossen lassen sich von April bis Mai als zartes Stängelgemüse oder auch als Salat zubereiten. Zarte, weiche Blätter des Rainkohls nutzt man von April bis Juni als Beigabe zu verschiedenen Kräutersalaten. In Streifen geschnitten geben sie Suppen oder gedünstetem Spinat etwas Fülle. Gut können sie auch in Quiche und Omelette eingearbeitet oder einer frischen Hackkräutermischung beigemengt werden. Die feinherben Rainkohlblätter, in Streifen geschnitten und in den Belag von Lauchkuchen gemischt, füllen bzw. bereichern das Laucharoma sehr gut. Die kleinen Blüten ergeben ausgezupft eine feine gelbe, essbare Dekoration. Man kann sie aber auch in frisch aufgeblühtem oder knospigem Zustand unter einen Salat mischen.

 

 

 

   

Quelle:

 

http://www.heilkraeuter.de

http://de.wikipedia.org

 

Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen          ---> siehe Literaturhinweise