Knoblauchsrauke-Alliaria petiolata
Die Knoblauchsrauke, auch Knoblauchskraut, Lauchkraut, Knoblauchhederich genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
gehört. Sie ist in Europa weit verbreitet. Die Trivialnamen beziehen sich auf den Knoblauchduft, der beim Zerreiben der Blätter entsteht.
Pflanzenbeschreibung:
Die Knoblauchsrauke ist eine zwei bis mehrjährige krautige Pflanze, mit einem aufrechten bis 100 cm hohem Stängel, der schwach kantig und nach unten hin zunehmend
behaart ist. Sie besitzt eine lange Pfahlwurzel. Die Grundblätter sind groß, nierenförmig bis rundlich, die Stängelblätter dreieckig bis zugespitzt herzförmig und am Blattrand unregelmäßig
gezähnt.
Die zierlichen weißen Blüten sitzen locker angeordnet am oberen Ende der Stängel und blühen von April bis Juli.
Die Frucht ist eine Schote mit 6-8 schwarzen Samen.
Standorte:
Die Knoblauchsrauke wächst gerne in Schleier- und Krautgesellschaften im Halbschatten. Man findet sie in Gebüschen, Hecken sowie an Mauern, Wegrainen, in Gärten und auf Schuttplätzen. Häufig gedeiht sie in der Gesellschaft von Brennesseln denn wie diese schätz sie frische stickstoffreiche Lehmböden.
Heilwirkung:
-antibakteriell
-schweisstreibend
-Asthma
-Bronchitis
-Husten
-Skorbut
-Wunden
-Würmer
Früher verwendete man sie volksmedizinisch bei Katarrhen der Atemwege, Asthma und als Gurgelmittel. Sie wirkt ferner antibakteriell und keimtötend und kann gegen
Eingeweidewürmer eingesetzt werden. Der Verzehr der frischen Pflanze unterstützt die Verdauung und wirkt harntreibend und blutreinigend. Äußerliche Breiumschläge helfen bei eiternden Wunden und
Insektenstichen.
Inhaltsstoffe:
Die Knoblauchsrauke enthält Zuckerstoffe, Saponine, Glucosinolate (vor allem Sinigrin und Glucotropaeolin), Knoblauchöl, ätherisches Öl, geringe Mengen herzwirksamer
Glykoside, reichlich Vitamin A und C und Mineralstoffe.
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Man kann die Knoblauchsrauke von April bis August sammeln.
Verwendung in der Ernährung:
Die knoblauch-senf-aromatischen Blätter und jungen Triebe der Knoblauchsrauke nutzt man von April bis Juni als roh geschnittenes Küchengewürz oder als Beigabe zu verschiedenen Salaten, kurz gebratenem Gemüse, Gemüsefüllungen, lasagneartigen Aufläufen und Suppen. Hervorragend passen sie auch in Kräuterbutter, Kräuterquark, und Pesto.
Die Blütenstände sind von Mai bis Juni eine würzige, helle Speisedekoration.
Die jungen grünen, noch zarten Samen aus den Hülsen verwertet man von Mai bis Juni als senfartiges Frischgewürz zu diversen Speisen. Man kann die Hülsen auch im
Mörser zerstampfen und das entstandene Mus mit etwas Öl und Essig durch ein Sieb drücken. So erhält man eine scharfe, grüne senfartige Paste.
Die ausgereiften Samen kann man von Juli bis August zu Senfmehl vermahlen und mit etwas Essig, Öl und Salz zu Senf verrühren. Die lange weiße Wurzel der einjährigen,
jungen Pflanze wird im Herbst und Frühjahr, bevor die Pflanze aus ihrer Rosette in die Höhe wächst, als meerettichartiges Scharfgewürz geerntet. Sie lässt sich gut in Öl oder in Sauerrahm reiben
und ergibt eine pikante Würzpaste.
Quelle:
http://de.wikipedia.org
http://www.heilkraeuter.de
Ezyklopädie Essbare Wildpflanzen -> siehe Literaturhinweise
