Fetthennen -Sedum telephium, Sedum acre
auch Mauerpfeffer oder im Volksmund Tripmadam genannt, bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der botanische Name der Gattung Sedum leitet sich von einem lateinischen Trivialnamen für mehrere Arten der Dickblattgewächse ab. Mit etwa 420 Arten ist sie die umfangreichste Gattung in der Familie der Dickblattgewächse. Davon gedeihen etwa 100 Arten natürlich bei uns.
Pflanzenbeschreibung:
Die mehrjährige Pflanze breitet sich von selbst flächig als Polster aus.
Die einzelnen Stengel werden bis zu 15 cm lang.
Am Stengel wachsen dickfleischige, runde Blättchen, die wie winzige Würste aussehen. Im Winter und zeitigen Frühjahr sind diese Blätter rötlich, im Sommer hingegen grün.
Zwischen Juni und August blüht der Mauerpfeffer mit zarten, gelben Blüten.
Standorte:
Die Fette Henne gehört zu den komfortabelsten Pflanzen, die Sie in Ihrem Garten anpflanzen können - immergrün und winterhart, robust und durch lange Trockenheit nicht zu schocken - viel Pflege ist bei der Fetthenne wirklich nicht aufzubringen. Sedum wächst dort, wo sonst nichts wächst.
Wenn es um versteckte Ecken geht, die voll der Sonne ausgesetzt sind und deshalb im Sommer häufig längere Trockenperioden durchmachen, könnte eine Fetthenne die erste dauerhafte Bepflanzung sein. Fetthennen können auf Schrägen gepflanzt werden, auf denen andere Pflanzen einfach abrutschen oder mit dem wenigen bei Regen auftreffenden Wasser nicht zufrieden sind. Fette Hennen können überhaupt jede abbruchreife Mauer verschönern (die mit Bepflanzung urplötzlich nicht mehr ungepflegt, sondern romantisch wirkt), oder jeden Balkon, auf dem sich die meisten anderen Pflanzen "die Karten legen". Den deutschen Namen hat die Fetthenne wegen ihrer dickfleischigen Blätter bekommen, und diese sind leistungsfähige Wasserspeicher, die das Sedum zu echten Trockenheitsspezialisten machen. Sie wachsen sogar auf steinigen Böden, und mageren sowieso, und eignen sich deshalb genauso gut für die Dachbegrünung wie für einen Standort im Steingarten, für Beete, Töpfe und Blumenkübel natürlich ebenfalls.
Die Fetthennen bevorzugen alle sonnigen Plätze, können aber in vielen Arten auch an schattigeren Standorten gedeihen. Nur an den Boden bzw. Untergrund haben die
Fetthennen (bescheidene) Ansprüche: Er sollte so gut durchlässig sein, dass die Pflanzen nicht in Staunässe stehen. Wenn die Vegetationsschicht auf einem Dach beispielsweise dauerhaft zu feucht
ist, leidet die Standfestigkeit der Pflanzen. Ebenso ist es bei Böden, die lange zu stark gedüngt wurden, bevor Sie diesen mit einer Sedum-Bepflanzung die dringend benötige Atempause zukommen
lassen, sollten Sie einen guten Teil Sand untermischen. Auch die Fetthennen in Balkonkasten oder Kübel bekommen ein durchlässiges Substrat mit hohem Sandanteil, und sie sollten vor allem wirklich
sehr sparsam gedüngt werden.
Diese Warnung vor Überdüngung sollten Sie bei der Fetthenne ernst nehmen - diese Pflanze ist so an Mangel gewöhnt, dass ihre Triebe bei einer zu üppigen
Nährstoffversorgung weich werden und irgendwann einfach abknicken.
Alle Seda sind gut winterhart, wenn sie sich an ihrem Standort wohlfühlen.
Heilwirkung:
-adstringierend
-harntreibend
-Verstopfung
-Würmer
-Bluthochdruck
-Vitamin-C Mangel
-Epilepsie
-Wunden
-Hühneraugen
-Warzen
verwendete Pflanzenteile: Blätter
Die Blätter kann man von Frühjahr bis Sommer sammeln.
Anwendung:
Früher wurde der Mauerpfeffer häufig als Salatgewürz benutzt. Diese Anwendung ist weitgehend in Vergessenheit geraten, wohl auch, weil der Mauerpfeffer nicht übermässig aromatisch schmeckt.
Auch die giftig wirkenden Alkaloide haben den Ruf des Mauerpfeffers als Küchenkraut geschmälert.
Innerlich eingenommen kann die Fetthenne gegen Vitamin-C-Mangel und Bluthochdruck helfen.
In höherer Dosierung soll sie angeblich gegen Würmer helfen und abführend wirken.
Ob sie tatsächlich gegen Epilepsie hilft, wie von der Volksheilkunde vermutet, darf bezweifelt werden.
Äusserlich angewendet reizt die Fetthenne die Haut, weshalb man sie gegen Warzen und Hühneraugen verwenden kann. Durch die gesteigerte Durchblutung, die der Hautreizung folgt, kann sie auch schlecht heilende Wunden zum Abheilen motivieren.
Achtung!
Leicht giftig! Fetthenne nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äusserlich anwenden.
Quelle:
http://de.wikipedia.org
http://www.gartendialog.de
http://www.heilkraeuter.de
