Benediktenkraut-Centaurea benedicta

 

Das Benediktenkraut, auch Kardobenedikte, Benediktendistel, Benediktenkarde, Benediktenwurz, Bitterdistel, Bernhardinerwurzel, Bornwurz, Distelkraut, Spinnendistel oder Natter(n)kraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Flockenblumen (Centaurea) in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es handelt sich um eine Heilpflanze.

 

Pflanzenbeschreibung:

Das Benediktenkraut wächst als distelähnliche, einjährige, krautige Pflanze und erreicht wuchshöhen von bis zu 60 Zentimetern. Die Laubblätter sind bis zu 30 cm lang und 8 cm breit mit kleinen Stacheln am Blattrand.

Der körbchenförmige Blütenstand hat einen Durchmesser von 3 bis 4 cm und enthält viele gelbe Röhrenblüten, die von vielen stachligen Hüllblättern umgeben sind.

 

In Mitteleuropa blüht es im Juni.

 

Standorte:

Das Benediktenkraut bevorzugt mageren, etwas kalkhaltigen boden und einen trocken-warmen, sonnigen Standort.
Man findet es an Feldrainen, an feuchten Wiesenrändern auf trockenen und steinigen Flächen, in Gärten oder an sonnigen Hängen. Es ist hauptsächlich im gesamten Mittelmeerraum beheimatet.

 

Heilwirkung:

-Magensäuremangel

-Leberschwäche

-Darmschwäche

-Gallenschwäche

-Bauchspeicheldrüsenschwäche

-Verdauungsschwäche


Das Benediktenkraut wirkt antiseptisch, fiebersenkend, harntreibend, tonisch und verdauungsfördernd. Der Geschmack dieser Heilpflanze ist ausgesprochen bitter.

 

Verwendete Pflanzenteile: 

In der Naturheilkunde verwendet man die Blätter, die blühenden Sprossspitzen und die zu Beginn der Blütezeit gesammelten, von der Rinde befreiten Stängel. Im allgemeinen wird das Benediktenkraut  nach dem Sammeln zu Büscheln zusammengebunden und schonend im Schatten getrocknet.


Das Benediktenkraut kann von Juli bis September geerntet werden.

 

Anwendung:

Das Benediktenkraut wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Da alle Zubereitungen mit diesem Heilkraut ausgesprochen bitter schmecken, kann man die Anwendungen zusammen mit einem Glas Wein einnehmen. Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Bitterstoff, ätherische Öle, Schleim, Gerbstoff, Mineralsalze, Vitamin B 1.

 

Benediktenkraut kann als Tee, Absud oder mit erhitztem Rotwein angewendet werden.

 

 

 

Achtung!

Das Benediktenkraut darf auf keinen Fall von schwangeren Frauen oder Müttern während der Stillzeit angewendet werden.

Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Benediktenkraut oder anderen Korbblütlergewächsen sollte man auf eine Anwendung mit dieser Pflanze verzichten.

Krankheiten, bei denen eine erhöhte Produktion von Magensaft nicht vorteilhaft ist, sollten nicht mit dem Benediktenkraut behandelt werden.

Die empfohlenen Dosierungen bei Anwendungen mit diesen Heilkräutern dürfen nicht überschritten werden.

Obwohl die Anwendungen mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten.

Quelle:

http://de.wikipedia.org

http://www.pflanzenfreunde.com

http://www.paradisi.de

http://books.google.de

http://www.heilkraeuter.de